aus dem Tagebuch von Markus ~

Ich war über 20 Jahre betäubt.
Heute bin ich bewusst.

Kein Coach. Keine Kunstfigur. Nur ich — roh, nüchtern, und zum ersten Mal wirklich da.

4+ Jahre nüchtern 2,5+ Jahre rauchfrei 3,5+ Jahre ausgewandert
Markus — einfach glücklich und nüchtern
das bin ich. endlich.
aus meinem Alltag ~

Drei Clips, drei Wahrheiten.

Darum funktioniert Alkohol.
Darum funktioniert Alkohol.
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2016 vs. 2026 — Alkohol vs. nüchtern.
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Meine Probleme — ohne Alkohol.
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und so fing alles an ~

Das ist meine Geschichte.


Eintrag I — wie alles anfing

Mit sechs ist mein Boden weggebrochen.

Meine Eltern trennten sich, als ich sechs war. Noch in der ersten Klasse wechselte ich den Ort und die Schule. Ein Halt, der gerade erst entstand, war plötzlich weg — und ich hab nie gelernt, wie man wieder festen Boden findet.

Was zwischen eins und sieben passiert, schreibt sich tief ein. Das Unterbewusstsein ist das innere Kind. Und es führt heute noch das meiste unseres Lebens.

Ein echtes Familienbild gab es nie — kaputt, von Anfang an. Meine Mutter musste alles kritisieren. Nicht, weil mit mir etwas falsch war, sondern weil sie den Druck in sich nie verstanden und ihn an mir ausgelassen hat. Ich durfte nicht sein, wer ich war. Zuneigung gab es nur gegen Leistung — bedingungslose Liebe nicht. Also war ich nie genug für den, der ich wirklich war.

Eintrag II — der Anfang vom Saufen
Mit 15 — Bier, Zigarette und SAUFEN-Shirt
Ich, 15 Jahre alt — und schon voll im Saufen drin.

Und dann kam der Alkohol — und hat funktioniert.

Das ist das Ehrliche, das niemand gern sagt: Alkohol hat funktioniert. Er gab mir Anerkennung, Freundschaft, Nähe — alles, was mir gefehlt hat. Mit 15 fing es an, und es fühlte sich an wie dazugehören.

Mit zwei Girls auf dem Bild
Ich war beliebt.

Und genau das ist der Punkt: Mit Alkohol war ich beliebt. Ich musste nicht der Schüchterne sein, der nachdenklich in der Ecke steht. Ich war auf einmal mittendrin statt daneben — und das fühlte sich verdammt gut an.

Mit Girl im Arm
Es gab Anerkennung.

Alkohol hat mir Anerkennung geschenkt. Ich hatte Freunde, ich hatte immer eine Freundin, bei den Mädels lief es einfach. Was mir mein Leben lang gefehlt hatte, war auf einmal da — und ich war überzeugt, dass es nur so geht.

Mit Kumpel auf Party
Der coole Partytyp.

Für meine Freunde war ich der coole Partytyp. Ich hab gelernt: Spaß geht nur mit Alkohol. Arbeit ist streng, das Leben ist anstrengend — und der Feierabend, das Wochenende, das Leben überhaupt funktionierte eben mit einem Bier in der Hand.

Mit Girl im Arm auf Party
Überall dazugehören.

Nur war das nie wirklich ich. Das war die betrunkene Version von mir. Nüchtern wäre ich viel stiller gewesen, viel nachdenklicher — aber das durfte als Jugendlicher nicht sein. Man musste cool sein, sonst gab es keine Anerkennung, keine Freunde, keine Girls. Also war Alkohol die Eintrittskarte. Und je besser das funktioniert hat, desto tiefer bin ich reingerutscht.

Mit vielen Schnapsflaschen, die ich wie Pokale gesehen habe
Flaschen wie Pokale. Eine „Errungenschaft".

Ich hab Flaschen behalten wie Pokale. Saufen war für mich eine Leistung. Auf Arbeit, am Stapler, morgens — egal. Genau deshalb war es so schwer, wieder loszulassen.

Wie lässt man etwas los, das sich jahrelang wie das Einzige angefühlt hat, das einen hält?

die Bilder lügen nicht

Zwei Leben. Derselbe Mensch.

Links das Leben, das ich für normal hielt. Rechts das, was danach kam.

~ damals, betäubt
2016 — besoffen & zerstört
Wohnung, wochenlang
unmotiviert am Stapler
heute, bewusst ~
alkoholunabhängig & happy
meditieren statt flüchten
am Meer, frei & klar
Irgendwann hab ich aufgehört
wegzuschauen
und angefangen zu fühlen.
und ja, es war nicht schön. aber es war echt.
Eintrag III — die Connection zurück
Nüchtern beim Sonnenaufgang
Sonnenaufgang genießen — ohne ihn schön saufen zu müssen.

Durch die Nüchternheit kam ich zu mir zurück.

Zu dem Kind, das nie genug sein durfte. Zu den Gefühlen, die ich 20 Jahre lang weggetrunken habe. Es kam nicht alles auf einmal — aber es kam. Und mit jedem nüchternen Tag wurde die Verbindung klarer.

Heute liebe ich diese Bewusstheit. Mit allen Ecken und Kanten. Mit dem Negativen genauso wie dem Positiven. Weil nur das echt ist.

In der Nüchternheit habe ich gelernt: Positivität ist genauso viel wert wie Negativität. Lässt man beides da sein, statt es wegzudrücken, sinkt der Druck — und man wird bewusster mit sich selbst.

Mein Manifest.

1.

Hinschauen statt betäuben

Die meisten flüchten — vor Gefühlen, vor sich selbst. Genau da liegt die Heilung: im Hinschauen.

2.

Das innere Kind ernst nehmen

Was uns früh geprägt hat, steuert uns bis heute. Wer das versteht, kann anfangen, anders mit sich umzugehen.

3.

Roh und ehrlich, ohne Filter

Kein glattgebügeltes „Alles wird gut". Ich zeige beides — das Schöne und das Hässliche. Nur das hilft wirklich.

4.

Eine bewusstere Welt

Wenn jeder bewusster mit sich umgeht, wird die Welt besser. So einfach. So radikal.

Ich mach den Mund auf für die Menschen, denen man nie gesagt hat, dass sie genug sind.
— Markus
37 Jahre alt · vier Jahre wach
willst du mitkommen? ~

Die Reise zu dir selbst beginnt mit Hinschauen.

Hier ist nichts gestellt. Nur ich, nüchtern, und das, was ich dabei wiedergefunden habe.

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