Mit sechs ist mein Boden weggebrochen.
Meine Eltern trennten sich, als ich sechs war. Noch in der ersten Klasse wechselte ich den Ort und die Schule. Ein Halt, der gerade erst entstand, war plötzlich weg — und ich hab nie gelernt, wie man wieder festen Boden findet.
Was zwischen eins und sieben passiert, schreibt sich tief ein. Das Unterbewusstsein ist das innere Kind. Und es führt heute noch das meiste unseres Lebens.
Ein echtes Familienbild gab es nie — kaputt, von Anfang an. Meine Mutter musste alles kritisieren. Nicht, weil mit mir etwas falsch war, sondern weil sie den Druck in sich nie verstanden und ihn an mir ausgelassen hat. Ich durfte nicht sein, wer ich war. Zuneigung gab es nur gegen Leistung — bedingungslose Liebe nicht. Also war ich nie genug für den, der ich wirklich war.